Checkout-Marketing: Cleverer Trick, um Kunden mehr zu verkaufen

Checkout-Marketing: Cleverer Trick, um Kunden mehr zu verkaufen

Was ist Checkout-Marketing?

Stellen Sie sich vor, Sie stehen im Supermarkt an der Kasse. Ihr Einkaufswagen ist voll, Sie haben eigentlich alles, was Sie brauchen. Doch dann sehen Sie an der Kasse noch diese Kaugummis, die Sie immer vergessen, oder die Schokoriegel, die so verlockend aussehen.

Zack – noch schnell mitgenommen!

Genau das ist Checkout-Marketing. Es ist die Kunst, Kunden kurz vor dem Bezahlen noch etwas anzubieten, das sie spontan kaufen.

Doch Checkout-Marketing ist mehr als nur ein Trick im Supermarkt. Es bezeichnet Marketing-Strategien, die darauf abzielen, Kunden während dem Abschluss eines Einkaufs zusätzliche Produkte oder Dienstleistungen anzubieten.

Dies geschieht sowohl im stationären Handel als auch im E-Commerce.

Der Vorteil liegt darin, dass Kunden sich bereits in der Kaufentscheidung befinden, wodurch spontane Zusatzkäufe wahrscheinlicher werden. Durch gezielte Platzierung und ansprechende Angebote kann Checkout-Marketing den durchschnittlichen Warenkorbwert erheblich steigern.

 

Was ist das Ziel?

Ziel ist es, die Aufmerksamkeit des Kunden zu nutzen, während er bereits bereit ist, Geld auszugeben, um zusätzliche Umsätze zu generieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, indem man ihnen relevante Angebote präsentiert.

 

Wo gibt es Checkout-Marketing?

Checkout-Marketing ist überall dort zu finden, wo es eine „Kasse“ gibt.

Im klassischen Einzelhandel sind das Supermärkte und Tankstellen, aber auch Online-Shops nutzen diese Strategie geschickt. Bei Amazon sehen Sie beispielsweise oft den Hinweis „Kunden, die dieses Produkt gekauft haben, kauften auch…“. Oder wenn Sie ein Online-Ticket buchen und Ihnen kurz vor dem Abschluss noch eine Sitzplatzreservierung oder eine Reiseversicherung angeboten wird – genau das ist Checkout-Marketing!

 

 

Welche Arten gibt es?

Es gibt viele Wege, Checkout-Marketing clever einzusetzen. Hier ein paar Beispiele:

 

Physische Produkte an der Kasse

Kaugummis, Schokoriegel oder kleine Alltagshelfer wie Feuerzeuge oder Batterien – alles Dinge, die man nicht aktiv sucht, aber gerne mitnimmt. Funktioniert auch im E-Commerce.

 

Upselling (eine bessere Version des Produkts anbieten)

Beispiel: Sie kaufen ein Smartphone und erhalten kurz vor dem Checkout das Angebot, die teurere Version mit mehr Speicher zu wählen.

 

Cross-Selling (ergänzende Produkte anbieten)

Beispiel: Sie kaufen eine Kamera und Ihnen wird noch eine passende Speicherkarte oder eine Kameratasche vorgeschlagen.

 

Rabatte und Angebote in letzter Sekunde

Beispiel: „Nehmen Sie noch ein zweites Paar Socken für nur 5 € mehr!“ – Klingt nach einem Schnäppchen, oder?

 

Digitale Zusatzangebote

Beispiel: Beim Buchen eines Fluges erhalten Sie die Möglichkeit, eine Reiseversicherung oder einen Mietwagen hinzuzufügen.

 

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Warum funktioniert Checkout-Marketing so gut?

Das Ganze funktioniert, weil die Kunden in diesem Moment schon in Kauflaune sind.

Sie haben bereits entschieden, etwas zu kaufen, und das letzte Hindernis – die mentale Kaufentscheidung – ist schon überwunden. Ein kleines Extra fühlt sich dann nicht wie eine große weitere Investition an, sondern eher wie eine sinnvolle Ergänzung.

 

Fazit

Checkout-Marketing ist ein einfacher, aber genialer Trick, um den Umsatz noch ein bisschen zu steigern. Es funktioniert in Supermärkten genauso gut wie in Online-Shops. Wenn Sie das nächste Mal an der Kasse stehen oder im Internet einkaufen, achten Sie darauf, welche Zusatzangebote Ihnen noch unterbreitet werden – und vielleicht lassen auch Sie sich spontan verleiten und kaufen noch netwas mehr!

Wollen Sie mit Ihrem Online-Shop wachsen oder weiter zuschauen, wie andere es tun?

Wollen Sie mit Ihrem Online-Shop wachsen oder weiter zuschauen, wie andere es tun?

Seien wir ehrlich: Einen Online-Shop aufbauen ist heute nicht schwer. Aber einen Shop so richtig zum laufen zu bringen, dass er wirklich gut verkauft – das ist eine andere Geschichte.

Vielleicht haben Sie das selbst schon erlebt. Sie stecken Zeit und Geld in Ihren Shop, aber der Umsatz wächst einfach nicht so, wie Sie es sich wünschen. Währenddessen gibt es andere Shops, die scheinbar mühelos Kunden anziehen und verkaufen. Aber woran liegt das?

Die Wahrheit ist: Erfolgreiche E-Commerce-Unternehmen machen bestimmte Dinge konsequent richtig – und genau das können Sie auch tun. Lassen Sie uns darüber sprechen, was wirklich wichtig ist.

 

 

Ihr Shop braucht mehr Besucher – aber nicht irgendwelche

Wenn Ihr Online-Shop zu wenig Verkäufe macht, dann liegt das oft daran, dass einfach nicht genug potenzielle Kunden den Weg in Ihren Shop finden.

Das bedeutet, dass Sie sich darum kümmern müssen mehr Besucher zu bekommen – und zwar die richtigen.

Google ist hierfür ein guter Startpunkt. Wenn jemand nach einem Produkt sucht, dann geschieht das meist über Suchmaschinen. Ihr Shop sollte somit, für zu Ihren Produkten passende Suchbegriffe, dort auftauchen. Dafür muss Ihr Shop für Suchmaschinen (SEO) optimiert sein. Aber auch Google Ads und Google Shopping (Werbeanzeigen) sind eine gute Möglichkeit über Google an Kunden zu kommen.

Auch Social-Media spielt eine große Rolle. Aber bitte nicht einfach nur wahllos posten oder den berühmten „Beitrag bewerben“ Button klicken! – außer Sie wollen sinnlos Ihr Budget ausgeben.

Bei Social-Media-Marketing geht darum, Inhalte zu zeigen, die echtes Kaufinteresse wecken. Zeigen Sie Ihre Produkte im Einsatz, erklären Sie, was Ihr Produkt besser macht als andere. Und ja, auch bezahlte Anzeigen zu schalten gehören dazu. Sie sind sogar eine der besten Methoden, um schnell Ihre Zielgruppe zu erreichen und in den Shop zu bringen.

Wenn Kunden Ihren Shop schon mal besucht haben, dann sollten Sie sie mit Retargeting wieder zurückholen – diese Kunden sind am leichtesten zu überzeugen.

 

Ein gutes Einkaufserlebnis entscheidet über den Kauf

Viele Shop-Betreiber glauben, dass mehr Traffic automatisch mehr Verkäufe bedeutet. Das stimmt so aber nicht. Denn wenn das Einkaufserlebnis im Shop unübersichtlich nicht optimal ist, dann springen die Besucher wieder ab, ohne etwas gekauft zu haben.

Während Kunden im Offline-Handel Produkte begutachten und bei Fragen oder wenn Sie etwas nicht finden, mal schnell den Verkäufer holen können, ist das im E-Commerce nur bedingt möglich. Und genau darum ist das Einkaufserlebnis so wichtig. Für Ihre Kunden muss Alles leicht zu finden sein und Produktpräsentationen und Beschreibungen müssen überzeugen.

Das beginnt mit der Navigation. Ihren Kunden sollte sofort klar sein, wo sie was finden und die Suchfunktion sollte auch nicht fehlen.

Dann die Produktseiten: Die sollten nicht nur schön aussehen, sondern auch Fragen beantworten, bevor sie überhaupt gestellt werden. Was macht dieses Produkt besonders? Welches Material? Wie groß ist es wirklich?

Und dann ist da noch der Checkout. Auch dieser musss ein entsprechendes Nutzererlebnis bieten, denn auch hier können Käufe noch abgebrochen werden. Gestalten Sie den Checkout-Prozess so einfach wie möglich! Erlauben Sie Gastbestellungen, bieten Sie mehrere Zahlungsmethoden an und informieren Sie frühzeitig über Liefergebühren.

 

 

Wachstum ist ein Prozess, kein Zufall

Erfolgreiche Online-Shops setzen nicht nur auf eine Strategie und lassen dann alles laufen. Sie testen, analysieren und entwickeln sich ständig weiter. Das bedeutet nicht nur, dass Ihre Sichtbarkeit wächst und mehr Budget für Werbeanzeigen ausgegeben wird, sondern dass Sie durch gezielte Skalierungsstrategien immer weiterwachsen können.

Sie Analysieren, welche Ads funktionieren am besten? Welcher Kanal bringt den meisten Traffic? Welche Produkte verkaufen sich gut, welche weniger? – und warum? Das sind nur wenige Beispiele an Dingen, die regelmäßig analysiert und optimiert werden sollte.

Skalierung bedeutet, dass Sie nicht nur auf kurzfristige Lösungen setzen. Überlegen Sie sich, wie Sie Ihr Angebot noch attraktiver machen können. Das könnte z.B. durch neue Produkte, Bundles oder Erweiterungen sein. Wer einmal entdeckt hat, dass ein Produkt gut funktioniert, kann mit ähnlichen oder ergänzenden Angeboten weiter erfolgreich sein.

Und schließlich geht es um Wachstum. Wachstum passiert nicht zufällig. Es erfordert ständige Optimierung und Anpassung. Testen Sie regelmäßig, was gut funktioniert und was nicht. Passen Sie Ihre Anzeigen an, verbessern Sie Ihre Webseite, probieren Sie verschiedene Preisstrategien und beobachten Sie, wie sich das auf Ihre Verkaufszahlen auswirkt.

Durch stetige Verbesserung und eine klare Wachstumsstrategie werden Sie nicht nur den aktuellen Erfolg steigern, sondern auch langfristig ein nachhaltiges Geschäft aufbauen.

 

Ohne Kundenbindung wird es schwer

Einer der größten Fehler im E-Commerce ist es, sich nur auf Neukunden zu konzentrieren. Wenn Kunden nämlich zufrieden sind, dann kaufen sie auch gerne wieder. Das häufige Problem hierbei, Online-Shops vergessen diese Kunden und Kunden vergessen, dass es Ihr Untenrehmen gibt – dabei würden sie erneut kaufen, wenn Sie sie daran erinnert werden.

Hierfür eigenet sich E-Mail-Marketing perfekt. Aber nicht in Form von einfallslosen Rabatt-Mails. Kundenbindung funktioniert anders. Eine nette Willkommens-Mail mit einer kurzen Story über Ihr Unternehmen, ein hilfreicher Tipp zur Nutzung Ihrer Produkte oder eine Erinnerung an einen liegengebliebenen Warenkorb sind hierbei nur die Basis.

Exklusive Angebote für Abonnenten, Kleine Dankeschön-Rabatte für Stammkunden oder ein erstklassiger after Sales Service sind hierbei bewährte Methoden.

 

Fazit: Wachstum kommt nicht von allein

Wenn Sie Ihren Online-Shop erfolgreich machen wollen, müssen Sie aktiv werden. Besucher bringen nichts, wenn sie nicht kaufen. Kunden kaufen nicht, wenn das Einkaufserlebnis schlecht ist. Und wer keine Werbung macht, überlässt das Feld der Konkurrenz.

Die gute Nachricht? Sie haben es selbst in der Hand.

Es gibt Shops, die sich beschweren, dass niemand kauft – und es gibt Shops, die sich weiterentwickeln, testen, lernen und wachsen. Welche Art von Shop möchten Sie führen?

Die Antwort liegt bei Ihnen.

 

Brauchen Sie Unterstützung dabei?

Wenn Sie nicht sicher sind, wo Sie ansetzen sollen oder wie Sie die nächsten Schritte gehen, lassen Sie uns gemeinsam die passenden Lösungen für Ihren Shop und Ihr Wachstum finden. Ohne Rätselraten, sondern mit klaren, umsetzbaren Schritten.

Fragen Sie hier Ihr kostenfreies Erstgespräch  an.

E-Commerce: Diese Fehler kosten Sie Kunden, ohne, dass Sie es merken

E-Commerce: Diese Fehler kosten Sie Kunden, ohne, dass Sie es merken

Es gibt bestimmte Sätze, die man als Expertin für E-Commerce-Marketing und Conversion-Optimierung immer wieder hört. Aussagen wie: „Unsere Kunden nutzen die Suche, also finden sie auch, was sie suchen.“ Oder: „Unser Checkout funktioniert einwandfrei, ich habe ihn getestet und meine Kollegen auch – alle haben sofort gewusst, wo sie klicken müssen.“

Aber wenn doch alles so perfekt ist, warum erreichen Sie dann nicht Ihre Umsatzziele?

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Solche Aussagen begegnen mir regelmäßig in Gesprächen mit Shop-Betreibern. Doch die Realität sieht oft anders aus.

Haben Sie schon mal überlegt, dass Sie und Ihre Mitarbeiter den Shop in- und auswendig kennen? Sie wissen genau, wo sich alles befindet, wo Sie klicken müssen und welche Begriffe in die Suche eingegeben werden sollten. Aber Ihre Kunden? Die haben diesen Wissensvorsprung nicht. Und woran machen Sie fest, dass jeder Besucher Ihres Shops die Suche nutzt? Nur weil Sie es so machen?

Viele potenzielle Käufer stöbern häufig und klicken sich erst einmal durch die Kategorien, anstatt direkt die Suche zu nutzen. Sie navigieren intuitiv. Aber was passiert, wenn Sie zwar das gesuchte Produkt im Shop haben, aber es in einer unpassenden oder schwer auffindbaren Kategorie versteckt ist? Genau, dann wird dieser Kunde es nicht finden – und frustriert die Website schließen.

 

Bei den Kategorien ist es wie mit den Wegen nach Rom – es sollte nicht nur einen geben!

Ein typisches Szenario: Ein Kunde sucht eine neue Schreibtischlampe. Anstatt „Schreibtischlampe“ in die Suche einzugeben, klickt er sich durch die Kategorien. Doch oh weh – es gibt zwar eine Kategorie „Beleuchtung“, aber darunter nur „Wohnzimmerlampen“, „Deckenlampen“ und „LED-Streifen“. Die Schreibtischlampe ist irgendwo unter „Accessoires“ versteckt. Was passiert? Der Kunde gibt auf und kauft woanders.

Oder ein weiteres Beispiel: Ein Kunde möchte im Checkout per Rechnung bezahlen, doch diese Option wird erst sichtbar, wenn er ein Kundenkonto anlegt. Nirgends vorher wird darauf hingewiesen. Also sucht er vergeblich nach der Zahlungsmethode, wird genervt und verlässt den Shop. Hätte ein einfacher Hinweis hier nicht gereicht? Etwa: „Zahlung per Rechnung nur möglich nach Registrierung.“

 

Shop Optimierung: Leitfaden & Inspiration für mehr Conversions

 

„Das ist doch selbsterklärend!“ – Leider nein.

Und dann gibt es da noch den Klassiker, besonders oft zu hören bei Shop-Analysen und UX-Optimierungen: „Wenn man das Produkt sieht, ist doch alles klar!“ Leider nicht.

Sie kennen Ihr Produkt, wissen was es kann, aber Ihre Kunden die wissen das nicht. Sie haben andere Sichtweisen, Erwartungen und Fragen. Was für Sie offensichtlich ist, kann für Ihre Shop-Besucher ein großes Rätsel sein. Und wenn die sich nicht zurechtfinden oder nicht verstehen, worum es geht, sind sie weg – ohne zu kaufen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Sie verkaufen eine Hightech-Regenjacke mit innovativer Membran-Technologie. Für Sie ist klar: Sie ist wasserdicht und atmungsaktiv. Aber Ihr Kunde fragt sich: „Hält die Jacke auch bei starkem Wind warm? Wie fällt die Größe aus? Kann ich sie problemlos waschen?“ Ohne eine klare, leicht verständliche Produktpräsentation ist der Kunde weg, weil ihm die Infos fehlen.

 

 

Der größte Denkfehler im Online-Handel

Einer der häufigsten Fehler im E-Commerce: Shop-Betreiber schließen von Ihrem eigenen Verhalten auf das Ihrer Kunden. Was für Sie funktioniert, muss aber nicht automatisch auch für andere funktionieren.

Der Schlüssel zum Erfolg? Zielgruppenanalyse und ein bestmögliches Nutzerlebnis. Versetzen Sie sich in die Lage eines Besuchers, der Ihren Shop zum ersten Mal sieht. Testen Sie die Benutzerfreundlichkeit mit echten Kunden, lassen Sie eine UX-Analyse machen oder nutzen Sie Tools wie Heatmaps und Session-Recordings, um zu verstehen, wie sich Menschen tatsächlich durch Ihren Shop bewegen.

 

Erfolg im Business beginnt im Kopf! – Auf die richtige Denksweise kommt es an

 

Fazit: Weg von der eigenen Sichtweise, hin zur Kundensicht!

Hören Sie auf, sich selbst als Maßstab zu nehmen. Ihre Kunden denken anders – und wenn Sie das erkennen und Ihren Shop darauf ausrichten, werden Sie nicht nur zufriedenere Kunden haben, sondern auch bessere Verkaufszahlen erzielen.

 

 

Sie brauchen keine Produktbeschreibungen – wenn Sie nichts verkaufen wollen.

Sie brauchen keine Produktbeschreibungen – wenn Sie nichts verkaufen wollen.

Produkte online zu verkaufen, ist heutzutage einfacher denn je. Ein paar Klicks genügen, um Artikel in einem Shop anzulegen: Name, Preis, ein Bild und vielleicht noch eine kurze Herstellerbeschreibung – schon kann es theoretisch losgehen. Technisch gesehen reicht das vollkommen aus, um ein Produkt online verfügbar zu machen. Aber wird es auch tatsächlich verkauft? Wohl eher nicht.

Denn das bloße Vorhandensein eines Produkts in einem Online-Shop bedeutet noch lange nicht, dass sich ein Kunde auch dafür entscheidet.

Hier kommt die entscheidende Frage ins Spiel: Was macht den Unterschied zwischen einem Shop, der verkauft, und einem Shop, der Besucher wieder verliert? Die Antwort: Eine durchdachte, informative und vertrauenswürdige Produktbeschreibung. Ja, auch Produktbeschreibungen sind ein wichtiger Teil der Customer Journey.

 

Warum eine gute Produktbeschreibung häufig über Kauf oder nicht kaufen entscheidet

Lassen Sie mich Ihnen kurz ein Beispiel erklären: Erst kürzlich war ein Freund auf der Suche nach einer Daumenschiene und bat mich hierfür um Unterstützung. Eine einfache Aufgabe, sollte man meinen. Doch die Wirklichkeit sah anders aus. Ich habe mehrere Online-Shops durchforstet, aber keiner konnte mir eine klare Antwort auf eine wichtige Frage geben: Ist die Schiene für die linke oder rechte Hand gedacht? Oder kann sie gar an beiden Seiten getragen werden?

Das Problem: In den meisten Shops bestand die Produktbeschreibung nur aus einer kurzen Beschreibung, meist waren es kopierte Herstellerangaben. Auch ein Produktbild war vorhanden – doch es zeigte nur die Schiene, ohne Tragebeispiel.

Wie soll man denn so sicherstellen, dass man die richtige Variante bestellt?

Also wird weitergesucht. Webseite des Herstellers gegoogelt, in der Hoffnung, dort endlich Klarheit zu bekommen. Fehlanzeige. Auch hier die große Enttäuschung: keine Information dazu, ob die Schiene für die linke oder rechte Hand gedacht ist. Zudem fehlte erneut jegliche Präsentation des Produkts in der Anwendung – kein Tragebeispiel, keine visuelle Darstellung, wie die Schiene genutzt wird.

Das Ergebnis? Unsicherheit.

Anstatt einen potenziellen Fehlkauf zu riskieren, wurde entschieden, besser gar nicht zu kaufen. Und genau das passiert tagtäglich tausendfach im Online-Handel. Kunden stehen vor einer unklaren Produktbeschreibung, werden unsicher – und springen ab.

 

 

Wie hätte man das Nutzererlebnis verbessern und die Verkaufschancen steigern können?

Ganz einfach:

  • Mehr als nur ein Bild bieten: Ein einziges, neutrales Produktbild reicht oft nicht aus. Stattdessen hätte man die Schiene in verschiedenen Perspektiven zeigen sollen – idealerweise auch getragen an einer linken und einer rechten Hand.
  • Eine klare Produktbeschreibung verfassen: Ein einfacher Satz wie „Diese Schiene ist sowohl für die linke als auch für die rechte Hand geeignet“ hätte alle Unsicherheiten aus dem Weg geräumt.
  • Auf die Bedürfnisse des Kunden eingehen: Kunden möchten schnell erfassen, ob das Produkt für sie passt. Eine FAQ-Sektion oder ein kurzer Hinweis zu wichtigen Details wie Material, Verstellbarkeit oder Anwendungsbereich hätte geholfen.

 

Gar nicht so schwer oder? Also legen Sie los und bieten Sie Ihren Kunden ein positives Nutzererlebnis.

 

Shop Optimierung: Leitfaden & Inspiration für mehr Conversions

 

Wie Sie mit besseren Produktbeschreibungen mehr verkaufen

Die gute Nachricht ist: Mit wenig Aufwand lassen sich solche Probleme vermeiden. Hier sind einige einfache, aber effektive Tipps:

 

Alle wichtigen Informationen abdecken:

Versetzen Sie sich in die Lage des Kunden. Welche Fragen könnten beim Lesen der Beschreibung aufkommen? Welche Unsicherheiten gibt es?

 

Bilder sinnvoll einsetzen:

Ein einzelnes Produktfoto reicht oft nicht aus. Zeigen Sie das Produkt in Aktion, aus verschiedenen Perspektiven und wenn möglich auch am oder mit dem Benutzer.

 

Verständliche und ansprechende Texte schreiben:

Keine technischen Datenwüsten! Stattdessen eine leicht verständliche Sprache nutzen, die das Produkt erlebbar macht.

 

Besondere Merkmale hervorheben:

Warum sollte sich ein Kunde genau für Ihr Produkt entscheiden? Gibt es Alleinstellungsmerkmale oder besondere Vorteile?

 

Kundenfragen antizipieren und beantworten:

FAQs oder ein Abschnitt mit „Häufig gestellten Fragen“ können Unsicherheiten aus dem Weg räumen und Vertrauen schaffen.

 

Fazit: Wer erklärt, der verkauft!

Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Ihre Produkte nicht nur im Shop gelistet sind, sondern auch tatsächlich gekauft werden, dann investieren Sie in aussagekräftige Produktbeschreibungen. Sie schaffen Vertrauen, beseitigen Zweifel und helfen dem Kunden, eine Kaufentscheidung zu treffen. Denn am Ende des Tages gilt: Wer erklärt, der verkauft – und wer nicht erklärt, verkauft eben auch nicht.

 

Was macht einen guten und erfolgreichen Onlineshop aus?

 

 

Hinweis: Titelbild des Beitrags wurde mit KI erstellt.

E-Commerce 2024: Gewinner, Verlierer und Innovationen, die den Unterschied machten

E-Commerce 2024: Gewinner, Verlierer und Innovationen, die den Unterschied machten

Das Jahr 2024 war für die E-Commerce-Branche geprägt von Herausforderungen und Veränderungen. Wirtschaftliche Unsicherheit, eine hohe Inflation und ein zunehmend preissensibles Konsumverhalten stellten Händler vor gewaltige Hürden. Doch während viele Unternehmen den Markt verlassen mussten, glänzten andere durch Innovationen und ein tiefes Verständnis für die sich wandelnden Bedürfnisse der Konsumenten.

Wie haben sie das geschafft? Indem sie sich nicht nur auf Produkte, sondern auf ein ganzheitliches Einkaufserlebnis konzentrierten. Innovationen wie Personalisierung, Omnichannel-Ansätze und nachhaltige Geschäftsmodelle erwiesen sich als entscheidende Erfolgsfaktoren. In diesem Beitrag werfen wir einen Blick auf die diesjährigen Gewinner und Verlierer und darauf, welche Trends die Branche 2025 prägen werden.

 

Die Herausforderungen des Jahres 2024

Das Jahr brachte eine Welle von Unternehmensinsolvenzen, die auf einen Höchststand seit fast zehn Jahren kletterten. Laut Creditreform meldeten rund 121.000 Unternehmen Insolvenz an – ein Anstieg von 25 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders betroffen waren E-Commerce-Anbieter, die keine klaren Strategien für Innovation und Kundenbindung vorweisen konnten.

Viele Unternehmen scheiterten, weil sie sich auf veraltete Technologien stützten oder nicht in die Weiterentwicklung ihres Angebots investierten. Fehlende Omnichannel-Strategien, mangelnde Nachhaltigkeit und ein Mangel an personalisierten Einkaufserlebnissen führten dazu, dass Kunden schnell zu moderneren und flexibleren Alternativen wechselten.

Ein Beispiel ist der Rückgang mittelständischer Online-Shops, die auf langsame und veraltete Shopsysteme, unübersichtliche Websites und monotone Produktpaletten setzten. In einer Welt, in der Kunden innerhalb von Sekunden eine Entscheidung treffen, waren diese Unternehmen schlichtweg nicht wettbewerbsfähig.

 

Die Gewinner 2024 und was sie richtig gemacht haben

Trotz der Herausforderungen gab es auch bemerkenswerte Erfolge. Unternehmen, die mutige Entscheidungen trafen und innovative Lösungen umsetzten, konnten nicht nur bestehen, sondern ihre Marktanteile ausbauen. Sie verstanden, dass der Schlüssel zum Erfolg nicht nur in guten Produkten liegt, sondern in einem außergewöhnlichen Einkaufserlebnis.

 

Der Wert des Einkaufserlebnisses für den Kunden

 

1. Die Macht der Personalisierung: Produktkonfiguratoren und maßgeschneiderte Einkaufserlebnisse

Personalisierung war 2024 mehr als nur ein Trend – sie wurde zum Muss. Konsumenten wünschen sich Produkte und Dienstleistungen, die ihren individuellen Wünschen entsprechen. Ein herausragendes Beispiel für eine Innovation, die Unternehmen 2024 geholfen hat, sich abzuheben, sind Produktkonfiguratoren. Diese Tools ermöglichen es den Kunden, ihr ausgewähltes Produkt bis ins kleinste Detail zu personalisieren. Von maßgeschneiderten Sneakers über individuell zusammengestellte Müsli-Mischungen bis hin zu personalisierten Schmuckstücken. Das personalisierte Einkaufserlebnis ist nicht nur ein Trend, sondern eine Notwendigkeit in einer Zeit, in der Konsumenten zunehmend mehr Wert auf Individualität und Exklusivität legen.

 

2. Omnichannel: Nahtlose Kundenerlebnisse über alle Kanäle hinweg

Die erfolgreichsten Unternehmen des Jahres 2024 haben erkannt, dass Kunden über verschiedene Kanäle hinweg ein einheitliches und nahtloses Einkaufserlebnis erwarten. Omnichannel-Strategien, die Online- und Offline-Erfahrungen miteinander verbinden, wurden weiter ausgebaut. Kunden möchten nicht nur auf der Webseite einkaufen, sondern auch die Möglichkeit haben, ihre Produkte in der App zu bestellen und im Laden abzuholen oder umgekehrt.

 

Customer Journey: Weit mehr als nur Werbung und Kauf

 

3. Nachhaltigkeit: Ein entscheidender Wettbewerbsfaktor

Nachhaltigkeit ist längst kein Nischenthema mehr, sondern ein entscheidendes Kriterium für Kaufentscheidungen. Nachhaltige Produkte und umweltfreundliche Liefermethoden sind für viele Verbraucher zu einem entscheidenden Kaufkriterium geworden. Unternehmen, die glaubwürdige und transparente Maßnahmen in diesem Bereich umsetzen, konnten 2024 stark von der zunehmenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten profitieren.

 

4. KI-gestützte Customer Experience und Optimierung

Technologie spielte 2024 eine Schlüsselrolle im Erfolg vieler Unternehmen. Künstliche Intelligenz (KI) und Augmented Reality (AR) verbesserten das Einkaufserlebnis und reduzierten gleichzeitig Rückgabequoten.

 

Shop Optimierung: Leitfaden & Inspiration für mehr Conversions

 

Fazit: Die Trends, die die Zukunft prägen werden

Die Gewinner des Jahres 2024 haben bewiesen, dass der Schlüssel zum Erfolg nicht nur in der Qualität ihrer Produkte liegt, sondern in ihrer Fähigkeit, ein umfassendes, innovatives und nachhaltiges Einkaufserlebnis zu schaffen. Unternehmen, die diese Lektionen frühzeitig umsetzen, haben beste Chancen, auch 2025 und darüber hinaus erfolgreich zu sein.

Die Trends, die aus diesem Jahr hervorgingen, werden auch 2025 die Branche prägen:

  • Personalisierung bleibt König: Kunden erwarten maßgeschneiderte Produkte und Angebote, die auf ihre individuellen Bedürfnisse eingehen.
  • Nachhaltigkeit wird zum Standard: Marken, die keine glaubwürdige Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen, werden es zunehmend schwer haben, Kunden zu überzeugen.
  • Technologie als Wachstumstreiber: KI, AR und ähnliche Innovationen eröffnen völlig neue Möglichkeiten, das Einkaufserlebnis zu verbessern.
  • Omnichannel als Muss: Kunden möchten flexibel zwischen verschiedenen Kanälen wechseln können, ohne dass dabei das Markenerlebnis leidet.

Wer in Innovation und Kundenzufriedenheit investiert, bleibt wettbewerbsfähig – selbst in herausfordernden Zeiten. Unternehmen, die diese Trends frühzeitig adaptieren, haben die besten Chancen, sich auch in Zukunft als Gewinner zu positionieren. Doch wie können Unternehmen sicherstellen, dass sie diese Trends erfolgreich umsetzen? Hier empfiehlt sich eine E-Commerce-Strategie-Beratung in Anspruch zu nehmen. Auf E-Commerce spezialiesierte Marketing Agenturen können dabei unterstützen die passende Marketingstrategien zu entwickeln, innovative Lösungen zu implementieren und ein kondenortientiertes Einkaufserlebnis zu schaffen.

Barrierefreiheit im Web wird 2025 Pflicht: Was Sie wissen müssen

Barrierefreiheit im Web wird 2025 Pflicht: Was Sie wissen müssen

Am 28. Juni 2025 tritt das EU-weit beschlossene Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) in Kraft, das Unternehmen sowie Organisationen dazu verpflichtet, ihre Websites und Webshops barrierefrei zu gestalten. Ziel ist es, digitale Inhalte für alle Menschen zugänglich zu machen, unabhängig von deren Einschränkungen.

Doch was bedeutet das konkret für Unternehmen und Ihre Website? Welche Anforderungen gehen mit dem BFSG einher? Und welche Vorteile hat barrierefreies Webdesign? In diesem Artikel beleuchten wir die Hintergründe des BFSG genauer und geben praktische Tipps wie Unternehmen sich darauf vorbereiten können, inklusive Checkliste.

 

Was ist das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz?

Das Ziel des Gesetzes ist klar und wichtig: Niemand soll aufgrund von körperlichen Einschränkungen von digitalen Informationen ausgeschlossen sein. Barrierefreiheit für Websites soll Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen oder Personen mit vorübergehenden Einschränkungen den uneingeschränkten Zugang zu digitalen Inhalten ermöglichen. Dabei profitieren letztlich alle Nutzer:innen von klar strukturierten, gut lesbaren und intuitiven Webangeboten.

 

Warum Barrierefreiheit wichtig ist

Stellen Sie sich vor, ein potenzieller Kunde oder eine interessierte Person besucht Ihre Website – aber wichtige Inhalte sind für diese Person nicht zugänglich. Sei es, weil die Texte schlecht lesbar sind, Bilder keine Beschreibungen haben oder die Seite nur mit der Maus navigiert werden kann. Genau hier setzt Barrierefreiheit an: Sie sorgt dafür, dass Ihre Website für alle Menschen nutzbar wird, unabhängig von individuellen Einschränkungen.

Das Ziel des BFSG ist klar und wichtig! Niemand soll aufgrund von körperlichen Einschränkungen von digitalen Informationen ausgeschlossen sein. Barrierefreiheit für Websites soll Menschen mit Behinderungen, älteren Menschen oder Personen mit vorübergehenden Einschränkungen den uneingeschränkten Zugang zu digitalen Inhalten ermöglichen. Kurz gesagt: Digitale Inhalte sollen für alle zugänglich sein.

 

Vorteile von barrierefreien Websites für Unternehmen

  • Bessere Nutzererfahrung: Intuitiv bedienbare Websites erhöhen die Zufriedenheit.
  • Erweiterung der Zielgruppe: Mit über einer Milliarde Menschen weltweit, die mit einer Behinderung leben, erschließen Sie neue Kundengruppen.
  • Verbessertes SEO: Barrierefreie Websites erfüllen wichtige Suchmaschinenkriterien und verbessern Ihr Google-Ranking.
  • Positives Image: Sie signalisieren gesellschaftliche Verantwortung und stärken Ihre Marke.

 

Barrierefreiheit geht aber über reine Vorgaben durch Gesetze hinaus. Sie zeigen damit, dass Ihnen Inklusion und Gleichberechtigung wichtig sind. Und ganz nebenbei profitieren Sie von vielen Vorteilen, wie einer besseren Sichtbarkeit bei Google, einem positiven Nutzererlebnis und einem stärkeren Image.

 

Wie sich ein schlechtes Nutzererlebnis auf das Kaufverhalten auswirkt.

 

Was bedeutet „barrierefreies Internet“?

Barrierefreies Internet beschreibt die Gestaltung digitaler Inhalte und Anwendungen so, dass sie für alle Menschen zugänglich und nutzbar sind – unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten. Diese barrierefreie Kommunikation stellt besondere Anforderungen an Konzept, Design, Texte und Programmierung. Sie betrifft nicht nur Websites, sondern auch Webshops, Apps, digitale Dokumente und sogar Social-Media-Beiträge.

 

Die wichtigsten Anforderungen für barrierefreie Websites

Damit Ihre Website für alle Menschen zugänglich wird, müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Hier sind die zentralen Anforderungen, die Sie bei der Gestaltung Ihrer digitalen Angebote beachten sollten:

  1. Bedienbarkeit ohne Maus: Alle Funktionen müssen per Tastatur oder anderen Eingabegeräten steuerbar sein.
  2. Hohe Kontraste: Inhalte müssen gut lesbar gestaltet sein – auch für Menschen mit Sehbehinderungen.
  3. Einfache Sprache: Verständliche Texte ermöglichen eine breitere Zugänglichkeit.
  4. Alternativtexte: Bilder und Grafiken benötigen beschreibende Texte, damit sie von Screenreadern erfasst werden können.
  5. Technische Standards: Die Einhaltung der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) in Stufe AA ist Pflicht.
  6. Screenreader-Kompatibilität: Inhalte und Navigation müssen für Menschen, die auf Vorlesesoftware angewiesen sind, zugänglich sein.

Ist vollständige Zugänglichkeit für Alle möglich?

Die digitale Barrierefreiheit ist ein wichtiges Ziel, das jedoch nicht immer zu 100% erreicht werden kann. Es gibt technische, strukturelle und oft auch rechtliche Herausforderungen, die nicht vollständig gelöst werden können. Dennoch ist es entscheidend, Barrieren so weit wie möglich abzubauen und alternative Lösungen anzubieten.

Ein Beispiel: Bei einem historischen Aussichtsturm könnte der Einbau eines Lifts aufgrund der Statik oder des Denkmalschutzes unmöglich sein. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Turm geschlossen werden muss. Eine Alternative könnte darin bestehen, mit Videos oder interaktiven Bildschirmen die Aussicht und die Geschichte des Turms zugänglich zu machen, sodass auch Menschen, die den Turm nicht erklimmen können, ein ähnliches Erlebnis haben.

In der digitalen Welt gibt es ähnliche Herausforderungen. Webseiten und Apps, die nicht von Anfang an barrierefrei gestaltet wurden, können oft durch gezielte Maßnahmen verbessert werden, etwa durch das Hinzufügen von Bildbeschreibungen oder die Optimierung für Screenreader. Manche Anwendungen hingegen erfordern eine komplette Neugestaltung, um den Anforderungen der Barrierefreiheit gerecht zu werden.

Wichtig ist, dass selbst wenn bestimmte Inhalte nicht vollständig barrierefrei gestaltet werden können, immer alternative Wege gefunden werden sollten, um die Nutzererfahrung zu verbessern und Barrieren soweit möglich abzubauen – beispielsweise durch Textbeschreibungen, Untertitel, Audioversionen oder interaktive Inhalte. Solche Ansätze tragen dazu bei, digitale Angebote für möglichst viele Menschen zugänglich und nutzbar zu machen.

 

Welche Maßnahmen bedarf es, um eine Website Barrierefrei zu machen?

 

Visuelle Elemente

  • Bilder und Grafiken:
    Alle Bilder müssen mit aussagekräftigen Alternativtexten versehen sein, damit sie auch von Screenreadern erfasst werden können. Dekorative Bilder sollten als solche gekennzeichnet sein.
  • Farben und Kontraste:
    Sorgen Sie für einen ausreichend hohen Kontrast zwischen Text und Hintergrund, damit Inhalte gut lesbar sind.

 

Textliche Inhalte

  • Struktur und Formatierung:
    Strukturieren Sie Ihre Website mit klaren Überschriften. Inhalte sollten in sinnvolle Absätze und Listen gegliedert sein, um die Lesbarkeit zu erhöhen.
  • Sprache:
    Nutzen Sie leichte Sprache, das verbessert die Verständlichkeit Ihrer Texte. Wenn Inhalte in mehreren Sprachen angeboten werden, sollte dies im Quellcode klar markiert sein.

 

Multimediale Inhalte

  • Videos und Audiodateien:
    Stellen Sie Untertitel für Videos bereit und ergänzen Sie wichtige visuelle Informationen durch Audiodeskriptionen. Audioinhalte sollten durch Transkripte ergänzt werden, um allen Nutzern Zugang zu ermöglichen.

 

Navigation und Interaktion

  • Tastaturzugänglichkeit:
    Alle Funktionen Ihrer Website müssen per Tastatur bedienbar sein. Stellen Sie sicher, dass bei der Navigation ein sichtbarer Fokus angezeigt wird, der Nutzer:innen die Orientierung erleichtert.
  • Formulare:
    Jedes Formularfeld sollte klar beschriftet sein. Fügen Sie verständliche Fehlermeldungen und Hilfestellungen hinzu, um die Nutzung zu vereinfachen.

 

Technische Aspekte

  • Seitenstruktur:
    Nutzen Sie semantisches HTML, um eine klare Struktur im Quellcode zu schaffen. Das erleichtert die Nutzung von Screenreadern und verbessert die Zugänglichkeit.
  • Responsive Design:
    Ihre Website sollte sich an unterschiedliche Geräte und Bildschirmgrößen anpassen, damit sie überall optimal genutzt werden kann.

 

Zusätzliche Anforderungen

  • Bereitstellung einer Erklärung zur Barrierefreiheit, die ähnlich wie ein Impressum Nutzer über die barrierefreien Inhalte informiert.
  • Einhaltung der Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) mindestens auf Stufe AA.

 

Mit diesen Maßnahmen schaffen Sie eine barrierefreie Website, die nicht nur gesetzliche Anforderungen erfüllt, sondern auch das Nutzererlebnis für alle verbessert.

 

Wie kann man eine Website auf Barrierefreiheit testen?

Websites lassen sich sowohl manuell als auch mittel automatisierter Tools auf Barrierefreiheit prüfen.

Automatische Tools helfen, erste Barrieren auf Ihrer Website schnell zu erkennen. Diese Tools prüfen grundlegende technische Kriterien, wie fehlende Alternativtexte für Bilder, unzureichende Farbkontraste oder Probleme in der Seitenstruktur. Die Ergebnisse werden meist einfach dargestellt – etwa in Punkten oder Prozentwerten – und zeigen schnell erste Schwachstellen auf. Allerdings haben solche Tests ihre Grenzen. Eine Software kann nur bedingt beurteilen, ob die Sprache verständlich ist, das Bedienkonzept logisch oder interaktive Elemente leicht zu nutzen sind.

Mit einem kurzen und einfachen und kostenfreien Selbstcheck erkennen Sie schnell, ob Ihre Seite grundlegende Anforderungen der Barrierefreiheit erfüllt.

Für eine umfassendere Tests und Optimierungen Ihrer Website können Sie die ausführliche Checkliste für barrierefreies Webdesign nutzen, die sich an den Web Content Accessibility Guidelines (WCAG) orientiert. Mit der Checkliste können Sie Schritt für Schritt Ihre Website analysieren und gezielt Barrieren abbauen.

Tipp: Für größere oder komplexe Websites sowie Online-Shops empfiehlt sich diese von Experten prüfen zu lassen. Hierbei werden nicht nur technische Anforderungen, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit und inhaltliche Klarheit Ihrer Website analysiert und Sie erhalten klare Handlungsempfehlungen, welche Sie dann gezielt umsetzen können.

 

Für wen wird Barrierefreiheit verpflichtend?

Das Gesetz gilt für eine Vielzahl von Organisationen und Unternehmen. Im Einzelnen sind ab 28. Juni 2025 folgende Gruppen zur Barrierefreiheit verpflichtet:

  • Öffentliche Einrichtungen: Hier gilt die Verpflichtung bereits seit mehreren Jahren.
  • Unternehmen ab 10 Mitarbeitenden: Unabhängig von ihrer Branche.
  • Unternehmen mit einem Jahresumsatz oder einer Bilanzsumme von über 2 Millionen Euro.
  • B2C-Unternehmen mit Onlineshops oder Apps: E-Commerce-Angebote stehen besonders im Fokus.
  • Teilweise auch B2B-Unternehmen: Wenn deren Angebote direkt von Endnutzern genutzt werden.

Aber, selbst wenn Sie nicht gesetzlich verpflichtet sind, sollten Sie sich überlegen, ob Sie Ihren Online-Auftritt nicht doch barrierefrei gestalten möchten, denn die Umsetzung der Barrierefreiheit bietet auch kleineren Unternehmen einen deutlichen Mehrwert.

 

Wer profitiert vom barrierefreien Internet?

Barrierefreiheit bietet Vorteile für alle. Insbesondere Menschen mit Behinderungen oder älteren Personen wird die Teilhabe an der digitalen Welt erleichtert. Doch auch Unternehmen können durch barrierefreie Webangebote profitieren:

 

Erweiterung der Zielgruppe

Über eine Milliarde Menschen weltweit leben mit einer Behinderung. Durch barrierefreie Webangebote machen Sie Ihre Inhalte und Dienstleistungen für diese Zielgruppe zugänglich und erhöhen Ihre Reichweite erheblich.

 

Bessere Auffindbarkeit bei Google

Barrierefreie Websites sind in der Regel besser strukturiert und erfüllen wichtige SEO-Kriterien, die auch das Ranking bei Google und anderen Suchmaschinen positiv beeinflussen.

 

Verbesserung der Nutzererfahrung

Barrierefreiheit führt oft zu klareren, intuitiveren Designs, die nicht nur für Menschen mit Behinderungen, sondern auch für alle anderen Nutzer:innen von Vorteil sind. Eine längere Verweildauer und eine höhere Zufriedenheit können die Folge sein.

 

Wettbewerbsvorteil

Barrierefreie Websites sind ein Zeichen von Innovation und Inklusion. Unternehmen, die hier Vorreiter sind, können sich nachhaltig von ihrer Konkurrenz abheben.

 

Stärkung der Markenwahrnehmung

Das Engagement für Barrierefreiheit wird zunehmend als Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung wahrgenommen. Dies kann Ihr Image verbessern und das Vertrauen Ihrer Kundschaft stärken.

 

Vorbereitung auf die gesetzlichen Vorgaben

Unternehmen sollten die Umsetzung frühzeitig planen und prüfen, ob ihre digitale Präsenz die Anforderungen erfüllt. Empfohlene Schritte:

  • Analyse des Ist-Zustands: Nutzen Sie Tools wie Google Lighthouse, WAVE oder die BITV-Selbstbewertung.
  • Regelmäßige Tests: Automatisierte und manuelle Prüfungen sollten Hand in Hand gehen.
  • Professionelle Unterstützung: Ziehen Sie Experten hinzu, um sicherzustellen, dass alle Anforderungen eingehalten werden.

 

Checkliste für barrierefreie Website

Bevor Sie in größere Anpassungen investieren, können Sie mit unserer praktischen Checkliste für Barrierefreies Webdesign einen Überblick gewinnen.

Die Checkliste ist praxisorientiert gestaltet und orientiert sich an denselben Kriterien, die auch vom Gesetzgeber im Rahmen des BFSG von Unternehmen verlangt werden. Mit klaren Anleitungen und Beispielen hilft sie Ihnen, Ihre Website auf wichtige Barrierefreiheitsstandards zu prüfen und umzusetzen – ein unkomplizierter Einstieg für alle, die ihre digitale Präsenz inklusiver gestalten möchten.

Jetzt starten und Barrieren abbauen!

 

Die Einführung des Barrierefreiheitsstärkungsgesetzes markiert einen Meilenstein in der digitalen Inklusion. Wir empfehlen allen Unternehmen, die Anforderungen frühzeitig umzusetzen – nicht nur, um gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen, sondern auch, um die zahlreichen Vorteile für sich zu nutzen. Barrierefreiheit ist nicht nur ein Gebot der Stunde, sondern eine Investition in eine nachhaltige, inklusive Zukunft.

Wenn Sie mehr über Barrierefreiheit im Web erfahren möchten oder Ihre Website den gesetzlichen Anforderungen entsprechend optimieren wollen, sind wir bei Vero. – Online Marketing gerne für Sie da. Ob Beratung oder praktische Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen – unser erfahrenes Team freut sich darauf, Ihr Projekt gemeinsam mit Ihnen erfolgreich zu realisieren.

Sie haben Fragen? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren – wir unterstützen Sie auf Ihrem Weg zur barrierefreien Website!